
Festivalfinale!
Songs of Judee Sill
Das Projekt widmet sich der Musik von Judee Sill, einer fast vergessenen Singer-Songwriterin aus den USA der frühen 1970er Jahre – und möchte damit auf Menschen aufmerksam machen, die aus dem Raster fielen: zu queer, zu unangepasst, zu widersprüchlich für eine Industrie, die Normen über Talent stellte. Ihre Songs – den Kontrast ihres Lebens widerspiegelnd zwischen religiöser Frommheit und exzessiver Drogensucht – werden von den fünf Musiker:innen neu beleuchtet: Das Quintett aus Gesang, Klavier, Bass, Schlagzeug mit Elektronik sowie Geige mit Effekten und Loops öffnet Raum für Improvisation und Klangfarbenvielfalt – und lässt Sills Stimme in neuem Licht erstrahlen.
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Judee Sill gehört zu jenen Stimmen, die das System nicht vorgesehen hat. Die Singer-Songwriterin aus Kalifornien veröffentlichte in den frühen 1970er Jahren zwei außergewöhnliche Alben – und verschwand dann fast vollständig aus dem kollektiven Gedächtnis. Dabei war ihre Musik von seltener Schönheit: barock, visionär, tief verwurzelt in Spiritualität und gleichzeitig durchzogen von den Widersprüchen ihres Lebens – Frömmigkeit und Drogensucht, Zartheit und Zerrissenheit.
Diesen Abend widmen wir ihr – und all jenen, die zu komplex, zu sperrig oder schlicht zu unbequem waren, um in die Schubladen der Musikindustrie zu passen.
Das Quintett mit Gesang, Klavier, Bass, Schlagzeug mit Elektronik und Geige mit Effekten und Loops erweitert Sills kammermusikalische Welt um zeitgenössische Schichten. Die Arrangements öffnen Raum für Improvisation und Klangfarbenvielfalt, orchestrale Texturen umarmen die Stimme und lassen die Melodien atmen und neu erstrahlen.
Anne Munka - Gesang
Izabela Kałduńska - Violine
Robbi Nakayama - Piano
Lorenz Heigenhuber - Kontrabass
Jan-Einar Groh - Schlagzeug
Das Tagesticket ist für beide Konzerte des 27. Septembers gültig. Kein Verkauf von Tickets für einzelne Konzerte!



